Salon Babylon – Warum?!

In unserer Zeit der totalen Überflutung mit Bildern und Worten aus zweiter und dritter Hand, in der die Medien uns pausenlos mit beliebig zusammengemischten und – geklebten Inhalten aller Art bombardieren, versucht der SALON BABYLON einen Gegenakzent zu setzen zugunsten von Authentizität und kreativem Austausch.  Was im SALON BABYLON präsentiert wird, ist nicht immer medientauglich und auf bequem konsumierbare Art serviert. Aber es ist ehrliche und erlebbare Kleinkunst, vom Kleinkünstler persönlich auf einer Bühne präsentiert, von welcher er danach herabsteigt und sich im Rahmen des sich an das Programm anschließenden SALON BABYLON ansprechbar zeigt.  Hier ist auch Raum für den Austausch unter Kleinkünstlern, durch den im SALON BABYLON schon manche Frucht vom Baum der kreativen Zusammenarbeit geerntet werden konnte. Unsere heutige Gesellschaft ist baylonisch in dem Sinne, daß sie als eine unüberschaubare Fülle von menschlichen Möglichkeiten erscheint. Es gibt so unterschiedliche und gegensätzliche Meinungen, Weltanschauungen, Tätigkeiten und Lebensarten, dass eine sinnvolle Verständigung oft unmöglich und bestenfalls auch nicht notwendig ist.  Die Kleinkunst aber ist der Oberbegriff für etwas, dass jemand auf einer kleinen Bühne präsentiert, damit es von einem Publikum wahrgenommen und nach Möglichleit verstanden wird. Inhaltlich werden ihr die Grenzen nur durch die Kleinheit der Bühne gesetzt. Kleinkunst ist universell und spannt den Bogen von der Literatur zum Theater, von der Musik zur Pantomime, ja sogar die bildende Kunst gehört auf die Bühne, wenn ein Künstler ein Bild oder eine Skulptur oder eine Konzept‐Idee mitbringen und dazu etwas sagen will. Oder singen, oder tanzen.  Durch ihre unüberschaubare Vielfalt reflektiert die Kleinkunst das babylonische Chaos der Welt, in der so viele Menschen sich nicht mehr verstehen, so als würden sie verschiedene und überhaupt nicht verwandte Sprachen sprechen. Aber durch ihre jeweils eigene Ausdrucks‐Sprache, durch ihren Brückenschlag des Künstlers zum Publikum kann sie ein Beitrag sein, das babylonische Chaos des Nichtverstehens ein bißchen zu bändigen.

Vorschau für den 8. April 2012

Ausnahmsweise findet dieser SALON BABYLON nicht am ersten April-Sonntag, sondern erst am zweiten statt, und das ist Ostersonntag, der 8. April. An diesem Tag gibt es auf dem Gelände schon ab 13 Uhr den großen FARBENFABRIK FLOHMARKT mit Musik und Speis und Trank, der dann gegen Abend mit dem Salon Babylon und, ebenfalls um 20 Uhr, einer Aufführung von Sartres “Geschlossene Gesellschaft” im THEATER LANDUNGSBRÜCKEN ausklingen wird.

Unter dem Titel “Kreuzweise”, der ansonsten nicht nur positive Assoziationen weckt (“du kannst mich mal kreuzweise”), werden die Autoren Paul Pfeffer und Peter P. Peters eine Auswahl von mehr oder weniger humoristischen Texten präsentieren, wobei jeder nicht die eigenen, sondern die Gedichte und Texte des anderen vorträgt – über Kreuz, kreuzweise eben. Kabarettisten halten ja gerne Rückschau auf Monate oder Jahre.

Im Gegensatz dazu hat Matthias Wickenhäuser seine hellseherischen Fähigkeiten trainiert, um uns eine VORSCHAU auf die vor uns liegende Zukunft zu geben. Zumindest auf die nächsten Monate bis zur Fußball-Europameisterschaft. Damit hat er nicht mehr und nicht weniger im Sinn als Lebenshilfe: in unserer so kompliziert und komplex gewordenen Welt will er uns Orientierungshilfe und Handlungs-Empfehlungen geben. Joachim Bank (keyboard) und Paul Pfeffer (Saxophon) sorgen mit einer Mischung aus Rock, Swing und Latin für musikalische Intermezzi und sinnliche Erholungspausen von der verbalen Belagerung des Geistes. Außerdem ist – wie immer im “Salon” – Raum für Überraschungen.

Das könnte für bescheidene fünf Euro Eintritt mal wieder ein Abend werden, den man sich besser nicht entgehen lassen sollte!!!
SALON BABYLON am So, 8. April 2012 um 20 Uhr in der Milchsack-Farben-Fabrik, Ffm.-Gutleutstraße 294

Und bitte jetzt schon vormerken: der letzte SALON BABYLON vor der Sommerpause ist am So, dem 6. Mai, ein Gala-Abend mit Jan Rachota, Silvia Sauer, Daniela Daub und Peter P. Peters

BITTE WEITERSAGEN + WEITERLEITEN!

Vorschau für den 4. März 2012

Zum ersten Mal auf der SALON BABYLON- Bühne ist der Autor und Liedermacher Siggi Liersch aus Mörfelden-Walldorf mit einer Auswahl von Texten und Songs. Der 1954 in Frankfurt geborene Künstler hat neben seiner wechselvollen beruflichen Tätigkeit als Werbetexter, Redakteur, Gesprächstrainer und jetzt Lehrer eine ganze Reihe von CDs und Büchern mit Kurzprosa, Gedichten und Collagen veröffentlicht. Literarisch widmet sich der langjährige Umwelt-Aktivist der “kleinen Form” und schreibt Prosaskizzen, Kurzgeschichten, Balladen und ähnliche Texte, die voller überraschender Wendungen stecken.
Songs von und mit Siggi Liersch auf Youtube

Chantal Chabraque und Tony Riga sind ein Paar wie Genie und Wahnsinn und zugleich Sack und Pack. Im SALON kredenzen sie Auszüge aus ihrem Programm “Love und Lieder”, einen musikalischen Cocktail aus Eigenem und Geklautem, aus Erfüllung und Nicht-Erfüllung, aus Hand und Fuß. Wie übersteht Chantal, die frankophone Chansonette zwischen femme fatale und enfant terrible, ihre ungebremsten Sehnsüchte als Crashtest-Dummy der Leidenschaften?
“Ganz einfach”, sagt sie, frei nach Brecht:”Erst kommt die Liebe, dann kommt die Moral!”
mehr unter www.tony-riga.de

Ein gewisser Kontrapunkt zu Wörtern und Texten wird – nicht zum ersten mal im SALON – von den bemerkenswerten Klängen eines Instrumentes markiert, das von den australischen Ureinwohnern stammt: dem Didgeridoo. Der Frankfurter Sozialpädagoge Fred Sattler, der auch als Lehrer für dieses archaische Blasinstrument tätig ist, wird uns damit wieder in die Nähe der Naturtöne und in die faszinierend reiche Welt der Obertöne (entführen).
SALON BABYLON- Gründer und -Gas(t)geber Peter P. Peters wird auch in zu dessen 35. Auflage wie immer etwas Eigenes zum Programm auf der Kleinkunstbühne beisteuern. Diesmal gibt es nach der beim letzten Mal vergessenen fonesischen Vorschau auf Zwanzig-zwölf eine Kurzfassung des Programms “Und sagte ein einziges Wort….” Darin erkundet der Sprach-Kabarettist die Abgründe und unerwarteten Sinn-Horizonte, die in den alltäglichsten Ein-Wort-Floskeln wie Bitte, Danke, Hallo, “Gesundheit!” und “Genau!” stecken.
mehr unter www.peterpeters.net

Vorschau für den 5. Februar 2012

SALON BABYLON – Offene Bühne für
Kleinkunst und Literatur
Kabarett – Theater – Musik – Lesungen….

zum ersten Mal im neuen Jahr 2012

Nicht zum ersten Mal auf der SALON BABYLON- Bühne ist der Mainzer Schauspielclown und Mundwerkvirtuose Jan Rachota. Aber diesmal bringt er als Partner den Percussionist, Performancekünstler und Texter Steffen Moddrow mit. Die beiden (ent)führen das Publikum und sich gegenseitig in eine veritable Anderswelt……zwischendurch. Und es entsteht Unerwartetes, Ungeahntes, Schlagwerktheater und clowneske Spielräume. Moddrows surreale Bildreihen fügen sich in Rachotas poetische und absurde Weltansichten. Oder anders gesagt: Gerade noch in einem vietnamesischen Reisfeld und Sekunden Später in einer mongolischen Jurte bei volkstümlichem Obertongesang …. und der indianische Schamane tanzt zu zappaeskem Rock’n Roll.

Zwei aus der Impro-Theatergruppe Omlett komplett bekannte Gesichter, Hans Baier und Susanne Nowak, präsentieren diesmal Früchte ihrer literarischen Tätigkeit: Baier etwas RapArtiges zum Thema “Anarchie im Bundestag”, Nowak eine “Short True Story” mit dem Titel “Wer wird MiLionär? Dazu haben sie eine “theatraliterarische” Mini-Impro-Einlage angekündigt, bei der alle, die auf keinen Fall auf die Bühne geholt werden möchten, sich besser nicht in die erste Reihe setzen sollten.(www.omlettkomplett.de)

Auch Mirjam Usbeck und Daniela Daub, zwei frei schaffende Theater-Spielerinnen und unverwechselbar eigensinnige Gewächse der Kleinkunst aus dem Hintertaunus, wirken nicht zum ersten Mal im SALON BABYLON mit. Sie servieren einen Ausschnitt aus ihrem Programm mit dem schönen Titel “Die Liebe ist kein Kuscheltier”. Als Rosa und Erika suchen sie in teils hitzigen Wortgefechten Antworten auf die Frage, was die Liebe denn sonst sein könnte.

SALON BABYLON- Gründer  Peter P. Peters wird auch in dessen 34. Auflage so wie immer etwas Eigenes zum Programm auf der Kleinkunstbühne beisteuern. Diesmal geht es ihm um “zeitlose Nachrichten”, und wie man durch Fonesie (nach Peters die Poesie des Fonetischen) dazu gelangen kann. Dabei soll es unter anderem eine fonesische Vorschau auf das Jahr zwanzig-zwölf sowie einen beinahe Wortsportrekord im Maximalreim geben: einen echten Neunender. Ein Neunender? Zur Erklärung, was das ist, hier als Beispiel ein immer wieder beherzigenswerter, maximal gereimter Vierender: Laßt uns alle, die sich am lieben Leben laben, loben!
www.peterpeters.net

Außerdem ist – wie immer im “Salon”  - Raum für Überraschungen.
————————-

Das könnte für bescheidene fünf Euro Eintritt mal wieder ein Abend werden,
den man sich besser nicht entgehen lassen sollte!!!

SALON BABYLON am So, 5. Februar  2012 um 20 Uhr
in der Milchsack-Farben-Fabrik, Ffm.-Gutleutstraße 294

Vorschau für den 4. Dezember 2011

Neu in Frankfurt ist Eva Schuster, eine Dichterin, die gerade aus den USA zurück eingewandert ist . Mit ihrem zweiten Band “Run with me – a journey from A to B” gibt sie im SALON BABYLON ihr Debüt für Deutschland.
Sie liest kurze, prägnante Verse in deutscher und englischer Sprache. Aber sie wird uns auch in die “collaborative poesie action” eintauchen lassen, ein kreatives Vergnügen der besonderen Art. (Diese Methode ist unmittelbar erlernbar und darf kostenfrei mitgenommen werden)
Mehr zu den Gedichten unter www.evaschuster.comDer Frankfurter Autor Carsten Nagels, seit 1986 Mitglied des Düsseldorfer NRW-Literaturbüros, präsentiert eine Auswahl seiner Aphorismen. Diese literarische Sehr-Kurz-Form hat er sich zum Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit erkoren, um sich dabei inhaltlich der conditio humana zu widmen. Charakteristisch ist sein Sprach-Minimalismus, der sich auf das Wesentliche konzentriert und keinen Platz möglichst für überflüssige Worte läßt. So führt er seine Zuhörer direkt zum Kern seiner Aussage und läßt Raum, sie in ihrer melodischen Einfachheit wirken zu lassen.
Carsten-Nagels im Internet: www.Carsten-Nagels.deJannis Plastargias, Mitglied der Textwerkstatt Darmstadt und der Frankfurter Autorengruppe Plan B, wird aus seinem Jugendroman “Plattenbaugefühle” lesen. Darin geht es um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem gutbürgerlichen deutschen Jungen und einem türkischen Jungen aus einer Plattenbau-Siedlung. Sie wird in einer authentischen (Jugend-)Sprache erzählt, unterhaltsam, spannend, herzlich, facettenreich.

Mehr unter www.facebook.com/PlattenbaugefuehleBei so viel Literatur wird der viruose Blues Harp Spieler Henning Eichler, schon zum dritten Mal im SALON BABYLON zu Gast, für eine gewissen nonverbale Auflockerung und Erholung von Wörtern und Texten sorgen. Der Träger des Kulturpreises der Stadt Dreieich gehört seit Jahren zu der in Deutschland und der Schweiz erfolgreichen rhythm & blues band “Blues blend”, aber er hat auch kürzlich die hörenswerte CD “harmonicana” herausgebracht, bei der die Mundharmonika den Ton angibt und musikalisch im Mittelpunkt steht. Mehr unter www.harmonicana.de und www.bluesblend.deDer Gründer und Namensgeber des SALON BABYLON, Peter P. Peters, wird auch in dessen 33. Auflage so wie immer etwas Eigenes zum Programm auf der Kleinkunstbühne beisteuern. Diesmal geht es in Richtung “Sprachreform und Wörterneuland”, und auch das “Rat-Rad” soll wieder zum Einsatz kommen und ungeahnte, neue Wörter liefern wie “umsagen”, “überlieben”und “entkären”.>www.peterpeters.net